Husten bei Babys
Wenn’s die Kleinsten erwischt.

Erstmal: beruhigen. Denn genau wie bei uns Erwachsenen ist Husten in erster Linie ein Schutzreflex, um die Atemwege zu befreien. Husten dient dazu, Fremdpartikel und Schleim aus den Atemwegen hinauszubefördern. Weil das Immunsystem eines Babys noch in der Entwicklung steckt, kommt es im jungen Alter relativ leicht zu Infektionen. Es ist also ganz normal, dass die Kleinsten öfter an Infekten leiden.
Wir geben Ihnen gerne einige Tipps, die helfen können, damit es Ihrem kleinen Patienten schnell besser (oder am besten gar nicht erst schlecht) geht.

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Tipp 1: Viel Trinken zur Schleimlösung

Auch bei Babys gilt: Viel Trinken! Flüssigkeiten lösen den Schleim, der dann leichter abgehustet werden kann. Ist Ihr Baby unter einem Jahr alt, geben Sie ihm Muttermilch oder Flaschennahrung. Bei älteren Kindern können Sie es auch mit verschiedenen Tees (Lindenblüten, Fenchel, Holunder) versuchen.

Tipp 2: Frische Luft für die Atemwege

Egal, wie alt man ist: Stickige Luft tut keinem gut. Lüften Sie immer wieder, um trockene Luft zu vermeiden. Halten Sie sich aber nicht mit Ihrem Baby im Durchzug auf. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft ist gesund, solange das Baby kein Fieber hat und gut eingepackt ist.

Tipp 3: Richtiges Hinlegen hilft beim Abhusten

Wussten Sie, dass auch die Schlafposition beim Husten eine Rolle spielt? Legen Sie ein zusammengefaltetes Handtuch oder ein Kissen unter die Matratze und drehen Sie Ihren Liebling (nach Absprache mit dem Arzt) auf den Bauch. So liegt der Kopf etwas höher, wodurch Ihr Baby besser Luft bekommt und leichter abhusten kann.

Tipp 4: Quarkwickel als schleimlösendes Hausmittel

Omas wissen eben alles am besten! Die altbekannte Methode Quarkwickel wirkt entkrampfend, schleimlösend, hustenstillend und abschwellend. Aber Achtung: Nur für Babys ab sechs Monaten geeignet!

Tipp 5: Medikamente gegen Husten bei Babys?

Babys stehen noch ganz am Anfang ihres Lebens und reagieren auf bestimmte Zusammensetzungen viel empfindlicher als Erwachsene. Verabreichen Sie daher niemals Medikamente oder ätherische Öle, ohne vorher mit dem Arzt gesprochen zu haben. Kommt es zur Anwendung von Hustenlösern, beachten Sie, dass Sie Ihr Kind nach der Einnahme des Medikamentes nicht direkt ins Bett legen. Denn wenn die vermehrte Schleimproduktion einsetzt, könnte sich der kleine Patient im Schlaf verschlucken. Im Alter von 2 Jahren ist der Schluckreflex normalerweise ausgereift.

Wann muss mein Baby zum Arzt?

Babys können bei starkem Husten manchmal würgen oder sogar erbrechen. Auch das ist erstmal kein Grund zur Panik, denn es liegt daran, dass der Schließmuskel des Magens noch nicht voll ausgebildet ist.

Sollte Ihr Baby nach zwei bis drei Tagen immer noch husten, sollten Sie aber auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Größte Vorsicht ist geboten, wenn der Husten von Fieber oder Atemschwierigkeiten begleitet wird!